An der SfG Bern beschäftigen wir uns immer noch mit dem Thema «Gestaltungsraster». Neuste Aufgabe war die Gestaltung eines Buchumschlages. Als Übungsobjekt diente uns das Buch «Bauen mit Tageslicht, bauen mit Kunstlich» vom Bartenbacher Lichtlabor. Untenstehend zu erst das Originalcover und anschliessend meine Interpretation:
In meiner Version erscheint das Buch in Querformat und zwar im Verhältnis 1:1.25. Dies v.a. dadurch weil das Buch viele Fotos /Bilder beinhaltet und sich dafür querformatige Dimensionen besser eignen. Zudem wirken querformatige Druckerzeugnisse grosszügiger als Hochformate, welche sich eher für den Transport von viel Text eignen.
Die Hauptkomponenten des Buches, das Tages- und das Kunstlicht, habe ich prominent auf dem Cover platziert. Die Anschneidung der beiden Wörter soll den Betrachter sowohl an Architektur als auch an Licht(strahl) erinnern. Dazu habe ich schlicht die nötigen Informationen wie Verlag und Herausgeber positioniert.
Das Cover punktete vor allem durch die simple Idee und die reduzierte, saubere Gestaltung
Gestern Abend im Typokurs fragte ich mich wie man wohl den Satzspiegel im goldenen Schnitt konstruieren könnte… Dann kam mir in den Sinn dass ich vor langer Zeit mal ein Mini-Video-Tutorial darüber gemacht und auf youtube geknallt habe…Gäbig,gäbig!
Heute haben wir wiedermal was ganz nettes herausgefunden: Mein Chef wollte für ein Webdesign im Photoshop eine Tabelle erstellen und musste bald konsterniert feststellen, dass dies nicht möglich ist. Er machte seinen Unmut sogleich auf Twitter laut. Und siehe da, es dauerte keine 5 Minuten und schon wartete ein Adobemitarbeiter mit der Lösung auf: Tabellen in Photoshop geht nicht, aber du kannst die Tabelle im Indesign aufziehen und über die Zwischenablage in das Photoshop-File einfügen. Und nun der Clou: Wenn du im Indesign Punkte als Masseinheit gewählt hast, übernimmt der Photoshop das entsprechende Mass in Pixel! Also wenn du im Photoshop eine 200px breite Tabelle brauchst machst du die Tabelle im Indesign einfach auf 200 Punkte und fügst diese per copy/past in den Photoshop. – Cool nicht?
Vor wenigen Woche durfte ich bei einer 6-Seitigen Image-Broschüre mitgestalten.
Da hörte ich zum ersten Mal von einem Gestaltungsraster.
Ein Gestaltungsraster ist eine (schlussendlich) unsichtbare Hilfskonstruktion hinter einer grafischen Arbeit. Solche Raster, welche meist formatbezogen erstellt werden, finden v.a. bei Druckerzeugnissen wie Flyern, Prospekten, Broschüren, etc. Verwendung, aber auch beim Webdesign werden die Raster gerne zur Hilfe genommen.
Gestaltungsraster bestehen aus Hilfslinien in der x-Achse und der y-Achse und teilen das Dokument in Satzspiegel (Fläche innerhalb deren gestaltet wird) und Stege ( Fläche in welcher nicht gestaltet wird).
Das Gestaltungsraster ist eine Hilfe, keine Garantie!
Wichtig:Das Raster muss bestmöglich deiner beabsichtigten Gestaltung angepasst sein! Vorausdenken ist also gefragt! Richtig angewendet kann es den Gestaltungsprozess enorm erleichtern. Es hilft auch sehr beim Ausrichten des Textes und der Gestaltungselementen! Richtest du all deine Elemente auf das Raster aus, sieht schon mal alles geordnet und nicht willkürlich aus. Das Ganze dann zu gestalten bleibt deine Aufgabe!:)
Unter www.designersbookshop.com kannst du dir den “grid-calculator” downloaden.
Im Indesign kannst du dir dein Gestaltungsraster unter Layout > Reihen und Spalten erstellen. Achte darauf dass du bei mehrseitigen Dokumenten die Mastervorlage brauchst, sonst musst du den Vorgang bei jeder Seite wiederholen.
Mehr zu Gestaltungsraster findest du unter www.thegridsystem.org
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