Mrz 23
An der SfG Bern beschäftigen wir uns immer noch mit dem Thema «Gestaltungsraster». Neuste Aufgabe war die Gestaltung eines Buchumschlages. Als Übungsobjekt diente uns das Buch «Bauen mit Tageslicht, bauen mit Kunstlich» vom Bartenbacher Lichtlabor. Untenstehend zu erst das Originalcover und anschliessend meine Interpretation:


In meiner Version erscheint das Buch in Querformat und zwar im Verhältnis 1:1.25. Dies v.a. dadurch weil das Buch viele Fotos /Bilder beinhaltet und sich dafür querformatige Dimensionen besser eignen. Zudem wirken querformatige Druckerzeugnisse grosszügiger als Hochformate, welche sich eher für den Transport von viel Text eignen.
Die Hauptkomponenten des Buches, das Tages- und das Kunstlicht, habe ich prominent auf dem Cover platziert. Die Anschneidung der beiden Wörter soll den Betrachter sowohl an Architektur als auch an Licht(strahl) erinnern. Dazu habe ich schlicht die nötigen Informationen wie Verlag und Herausgeber positioniert.
Das Cover punktete vor allem durch die simple Idee und die reduzierte, saubere Gestaltung
Mrz 22
Zur Abwechslung wiedermal was handglismets aus dem letzten Semester. Als Vorlage diente mir eine halbvolle Rivella Gelb Flasche. Umgesetzt mit Copic-Stiften in Farbe und in s/w, wobei mir die Strichumsetzung ehrlich gesagt besser gefällt…


Mrz 19
Briefschaften präsentieren: Maquette basteln oder auf teures Bristolpapier aufziehen und beim Kunde vortraben – sowas langweiliges…

Als Privatauftrag durfte ich für eine Firma Logo und Briefschaften entwerfen. Nachdem die Logopräsentation recht klassisch (aber nicht minder erfolgreich;-)) ausfiel, entschied ich mich die Briefschaften etwas spannender zu «präsentieren»: Anstatt persönlich vorbeizugehen, lasse ich dem Kunde einen Brief mit seinen eigenen (neuen) Briefschaften inkl. Visitenkarte zukommen – er weiss davon natürlich nichts. So «präsentiere» ich dem Kunden seine neue Visitenkarte, sein Briefbogen und seine Couverts mit einem hübschen Überraschungseffekt. Im Brief erläutere ich die Gestaltungen eingehender. Natürlich habe ich Maquetten gebastelt und die Drucksachen nicht schon drucken lassen..;-)
Ob die aussergewöhnliche Präsentationstechnik erfolgreich war, kann ich euch nicht sagen – der Brief wird erst morgen beim Empfänger eintreffen…
Mrz 17
Seit dieser Woche sorgt 20min.ch mit einem Redesign für frischen Wind in den eigenen Reihen. Das Newsportal kommt übersichtlicher und zeitgemässer daher. Ein gelungener Relaunch! Ich habe das neue Layout kritisch unter die Lupe genommen und zeige auch gerade wo ich noch Verbesserungspotential sehe. Ich habe das Schwergewicht meiner Analyse auf folgende Punkte gelegt:
- Layout
- Navigation
- Typografie

Das gelungene Redesign des Newsportals...
Layout
Das neue Design wirkt übersichtlich und aufgeräumt. Sofort fällt auf dass das neue Layout stark die Printausgabe von 20Minuten imitiert: Das neue Spaltenkonzept, die gestrichelten horizontalen Trennlinien und vor allem die erstmals eingesetzte Serifenschrift «Georgia» sorgen für einen Boulevardpresse-Look ohne die Anforderung an gutes Webdesign zu vernachlässigen.
Meine Kritikpunkte:
- Dadurch dass die beiden Seitenspalten nur durch optische Trennlinien von der Hauptspalte getrennt werden, fällt der Sidebareffekt fast gänzlich weg, was sich negativ auf die Übersichtlichkeit auswirkt. Mein Tipp: Klare Trennung von Haupt- und Seitenspalten durch einen abgeschwächte Hintergrundfarbe der Seitenspalten
- Die Werbebanner welche über beide Seitenspalten laufen verwirren das Auge. – Ein- oder Zweispaltig? Mein Tipp: Banner nur über eine Spalte laufen lassen
- Die Zugehörigkeit der verwandten Artikel eines Beitrags ist nicht klar: Die vertikal Abtrennung durch die gestrichelte Linie lässt den Betrachter meinen, die verwandten Artikel würden zum nächst unteren Artikel gehören. Mein Tipp: Klare Abtrennung der Artikel durch horizontale Balken, wie es auch bei der Printausgabe der Fall ist. Diese Trennlinien können farblich sogar dem Farbkonzept der Navigation angepasst werden.
Navigation
Das neue Design punktet bei mir vor allem durch die komplett umgestaltete Navigation, welche neuerdings horizontal angeordnet ist. Sogar die Unternavigationspunkte trifft man nun auch in horizontaler Ausrichtung an. Sie werden geschickt mitttels bestehendem Farbkonzept mit dem jeweiligen übergeordneten Navigationspunkt verbunden.
Passend zum heutigen Social-Media-Zeitalter ist Twitter, Facebook und Co. prominent in der Navigation anzutreffen.
Auch die Lokalnachrichtenfunktion gefällt mir gut: Einfach Wohnort eingeben und sich Nachrichten aus der Region anzeigen lassen. – Leider funktioniert diese Funktion (noch) nicht immer wunschgemäss.
Die kursive Navigationspunkte sind übrigens auf ein Schriftenproblem meines Macs zurückzuführen (sollten nur fett und nicht fett/kursiv sein)…;-)
- Mal abgesehen davon, dass die Lokalnachrichtenfunktion nicht wirklich funktioniert, kann ich hier nur Kritik auf sehr hohem Niveau anbringen: Die Gesamterscheinung der Navigation wirkt uns auf unseren Mac-Displays etwas zu glossy, aber da diese sicherlich für Standard-Displays ausgerichtet wurde, halte ich lieber den Mund.
Typografie
Die neuerdings verwendete Serifenschrift für den Lauftext fällt sofort auf und trägt einen grossen Teil zum neuen Print-Look bei. Die Serifen haben grundsätzlich den Zweck das Auge beim Lesen zu führen und somit dem Leser das Lesen zu vereinfachen. Ich bin aber der Ansicht, dass sich in diesem Falle die Serifen eher als schwerfällig als hilfreich herausstellen. Als positiv empfinde ich, dass die Lauftexte nicht mehr ganz schwarz sind sondern dunkelgrau – der schwächere Kontrast wirkt sich angenehm auf das Lesefeeling aus, könnte aber einen Tick dunkler sein.
Interessant ist der Umgang mit den Headlines: Da es sich bei der gewählten Schrift nicht um eine Systemschrift handelt, wird die Schrift als Bild-Datei dargestellt. Dies hat den Nachteil das durch das Rendern die Schrift nicht gestochen scharf ist. Im Gegensatz zu blick.ch, wo das selbe Problem mittels Flash gelöst wird, ist die Bildvariante von 20min.ch aber iPad-tauglich…
- Die Headlines sind mir zu schwerfällig: Die verwendete Schriftart «Aachen» ist onehin schon ziemlich klobig. Wohl aus Platzgründen wurde sogar noch die Laufweite der Schrift zusammengestaucht, was die Headline definitiv zu «bulky» wirken lässt. – Mein Tipp: Warum für die Headlines nicht eine groteske Schrift wie in der Printausgabe verwenden? – Dies wäre aus meiner Sicht ästhetisch ein Gewinn und das technische Problem wäre somit auch gleich gelöst.

...und hier das leicht optimierte Design meinerseits!
Mrz 09
Während der Abwesenheit meines Cheffes bekam ich 7 Arbeitstage Zeit ein freies Projekt zu realisieren. – Nein, es gibt keine Fortsetzung des «Projekt Stadtbär»’s.
Da das Endergebnis ein neues Highlight in meinem persönlichen Portfolio werden sollte, habe ich mich für eine sehr anspruchsvolle Aufgabe entschieden. Das Ergebnis seht ihr nebenstehend, reinblicken könnt ihr hier: lf Sideboard Manual. Enjoy!
Hintergrundinfos über das Projekt werde ich zu einem späteren Zeitpunkt posten!:-)
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