Redesign 20min.ch

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Seit dieser Woche sorgt 20min.ch mit einem Redesign für frischen Wind in den eigenen Reihen. Das Newsportal kommt übersichtlicher und zeitgemässer daher. Ein gelungener Relaunch! Ich habe das neue Layout kritisch unter die Lupe genommen und zeige auch gerade wo ich noch Verbesserungspotential sehe. Ich habe das Schwergewicht meiner Analyse auf folgende Punkte gelegt:

  • Layout
  • Navigation
  • Typografie
20min_standard

Das gelungene Redesign des Newsportals...

Layout

Das neue Design wirkt übersichtlich und aufgeräumt. Sofort fällt auf dass das neue Layout stark die Printausgabe von 20Minuten imitiert: Das neue Spaltenkonzept, die gestrichelten horizontalen Trennlinien und vor allem die erstmals eingesetzte Serifenschrift «Georgia» sorgen für einen Boulevardpresse-Look ohne die Anforderung an gutes Webdesign zu vernachlässigen.
Meine Kritikpunkte:

  • Dadurch dass die beiden Seitenspalten nur durch optische Trennlinien von der Hauptspalte getrennt werden, fällt der Sidebareffekt fast gänzlich weg, was sich negativ auf die Übersichtlichkeit auswirkt. Mein Tipp: Klare Trennung von Haupt- und Seitenspalten durch einen abgeschwächte Hintergrundfarbe der Seitenspalten
  • Die Werbebanner welche über beide Seitenspalten laufen verwirren das Auge. – Ein- oder Zweispaltig? Mein Tipp: Banner nur über eine Spalte laufen lassen
  • Die Zugehörigkeit der verwandten Artikel eines Beitrags ist nicht klar: Die vertikal Abtrennung durch die gestrichelte Linie lässt den Betrachter meinen, die verwandten Artikel würden zum nächst unteren Artikel gehören. Mein Tipp: Klare Abtrennung der Artikel durch horizontale Balken, wie es auch bei der Printausgabe der Fall ist. Diese Trennlinien können farblich sogar dem Farbkonzept der Navigation angepasst werden.

Navigation

Das neue Design punktet bei mir vor allem durch die komplett umgestaltete Navigation, welche neuerdings horizontal angeordnet ist. Sogar die Unternavigationspunkte trifft man nun auch in horizontaler Ausrichtung an. Sie werden geschickt mitttels bestehendem Farbkonzept mit dem jeweiligen übergeordneten Navigationspunkt verbunden.
Passend zum heutigen Social-Media-Zeitalter ist Twitter, Facebook und Co. prominent in der Navigation anzutreffen.
Auch die Lokalnachrichtenfunktion gefällt mir gut: Einfach Wohnort eingeben und sich Nachrichten aus der Region anzeigen lassen. – Leider funktioniert diese Funktion (noch) nicht immer wunschgemäss.

Die kursive Navigationspunkte sind übrigens auf ein Schriftenproblem meines Macs zurückzuführen (sollten nur fett und nicht fett/kursiv sein)…;-)

  • Mal abgesehen davon, dass die Lokalnachrichtenfunktion nicht wirklich funktioniert, kann ich hier nur Kritik auf sehr hohem Niveau anbringen: Die Gesamterscheinung der Navigation wirkt uns auf unseren Mac-Displays etwas zu glossy, aber da diese sicherlich für Standard-Displays ausgerichtet wurde, halte ich lieber den Mund.

Typografie

Die neuerdings verwendete Serifenschrift für den Lauftext fällt sofort auf und trägt einen grossen Teil zum neuen Print-Look bei. Die Serifen haben grundsätzlich den Zweck das Auge beim Lesen zu führen und somit dem Leser das Lesen zu vereinfachen. Ich bin aber der Ansicht, dass sich in diesem Falle die Serifen eher als schwerfällig als hilfreich herausstellen. Als positiv empfinde ich, dass die Lauftexte nicht mehr ganz schwarz sind sondern dunkelgrau – der schwächere Kontrast wirkt sich angenehm auf das Lesefeeling aus, könnte aber einen Tick dunkler sein.
Interessant ist der Umgang mit den Headlines: Da es sich bei der gewählten Schrift nicht um eine Systemschrift handelt, wird die Schrift als Bild-Datei dargestellt. Dies hat den Nachteil das durch das Rendern die Schrift nicht gestochen scharf ist. Im Gegensatz zu blick.ch, wo das selbe Problem mittels Flash gelöst wird, ist die Bildvariante von 20min.ch aber iPad-tauglich…

  • Die Headlines sind mir zu schwerfällig: Die verwendete Schriftart «Aachen» ist onehin  schon ziemlich klobig. Wohl aus Platzgründen wurde sogar noch die Laufweite der Schrift zusammengestaucht, was die Headline definitiv zu «bulky» wirken lässt. – Mein Tipp: Warum für die Headlines nicht eine groteske Schrift wie in der Printausgabe verwenden? – Dies wäre aus meiner Sicht ästhetisch ein Gewinn und das technische Problem wäre somit auch gleich gelöst.
20min_optimiert

...und hier das leicht optimierte Design meinerseits!

Typo-Möbel

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Oh Gott ist das geil:

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Ich werd im Sommer ausziehen – wenn ich jetzt mit dem Sparen beginne reichts vielleicht für meine Initialen…;-)

Die obercoole schweizer Firma welche diese Typomöbel herstellt heisst SET26 und ist aus Sulgen.

Satzspiegel im goldenen Schnitt konstruieren

Indesign, Tipps für den Schtift, Typografie 2 Kommentare »

Gestern Abend im Typokurs fragte ich mich wie man wohl den Satzspiegel im goldenen Schnitt konstruieren könnte… Dann kam mir in den Sinn dass ich vor langer Zeit mal ein Mini-Video-Tutorial darüber gemacht und auf youtube geknallt habe…Gäbig,gäbig!

Ich will es euch nicht vorenthalten:

Cool: Typorganism

Fun, Typografie 2 Kommentare »

Heute erhielt ich einmal mehr einen coolen Link von meinem Typokurslehrer: www.typorganism.com/asciiomatic/ ! Hier kannst du von beliebigen Bildern HTML-Code erzeugen lassen, welcher dann das Bild quasi in «Code-Ansicht» wiedergibt! cool,nicht?

Tipp: Bild aus der Distanz betrachten!
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Neues Logo Flughafen Bern Belp

Logos, Projektwoche, Schule für Gestaltung Bern, Typografie, Was geht ab? – Schultagebuch 3 Kommentare »

Wie bereits im vorhergehenden Post berichtet, arbeiteten wir letzte Woche im Rahmen einer Projektwoche an der SfG an einem neuen Erscheinungsbild für den Flughafen Bern Belp. Als erstes stand die Analyse des bestehenden Logos und der Konkurrenzlogos an der Reihe.

Da ich nach den Analysen genug hatte von blauen Wort-/Bildmarken mit abstrahieren Flugzeugen, Flügeln und Kondensstreifen, entschied ich mich gänzlich auf «unnötiges Geschnörkel» zu verzichten und eine reine Wortmarke zu kreieren. Mein Ziel war es ein einfaches, zeitloses aber zugleich eigenständiges Logo zu erschaffen, welches sich für verschiedenste Anwendungen bestens eignet.

flughafenbernbelpDer gespiegelte «F» mit den abgeschrägten Horizontalen ist Blickfang und lässt Freiraum für Interpretationen. Je nach Angesicht des Betrachters, kann er mit einem Flügel oder einem Tower in Verbindung gebracht werden. Die verwendete Schrift heisst «Vectora LH» und ist bekannt für seine kurze Oberlänge. Durch die somit verbundene hohe x-Höhe der Minuskeln, bleibt die Schrift auch bei sehr kleinen Anwendungen gut leserlich.

Anwendungen des Logos folgen später!:-)

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