Ha, lug o da ich schreibe einen Blogbeitrag… Ja ich weiss, ist schon lange her und ja ich weiss, das Blogdesign ist scheusslich und stammt aus der ersten Woche des ersten Semesters aus dem ersten Lehrjahr als ich noch keine Ahnung Gestaltung, Pixeln und so hatte… Ich verspreche euch ein geileres Design hinzuzaubern sobald ich mich ohne zu bluffen Grafiker nennen darf…
Aber eigentlich habe ich ja nur mein Blog seit langer Zeit wiedermal aufgesucht um euch zu erklären warum man für coole Beamer-Präsis weder Powerpoint, noch Keynote, noch sonst eine hypercoole Präsentationsmaschinerie braucht. Denn heute durften wir unsere LAP-Präsentation schonmal unter Echtbedingungen üben. Und da wir ja alle Grafiker werden wollen, sollte das Ding nach Möglichkeit nicht verschissen aussehen und auch kein Powerpoint-Standard-Template mit swagigen (der «Swag» ist übrigens ein universell einsetzbares Wort) Übergängen sein.
Oke, jetzt komme ich aber dann mal auf den Punkt und sag euch wieso diese Präsentationsprogramme suboptimal sind:
Seit den 90er findet kein Schwein animierte Folienübergänge mehr cool
Präsentationen haben es an sich dass man diese nicht auf dem eigenen Computer abhaltet, somit muss man entweder Standardschriften verwenden oder hoffen dass die verwendete Schrift auch auf dem Präsentationscomputer vorhanden ist
Wenn du deine Präsentation im Keynote erstellst und dann die Präsi im Powerpoint abhalten musst, da der Kunde im Präsentationssaal nur Windows laufen hat, musst du die Keynote-Datei exportieren und bei jedem Übergang die Augen schliessen und hoffen Powerpoint haut dir keinen ungewollt hässlichen Übergangseffekt rein
Standardtemplates sind doof
So jetzt hab ich rumgebeeft und auch einige Programme runtergemacht. Darum sollte ich euch auch noch ne Alternative geben. Diese heisst symplerweise Adobe PDF und kann problemlos im Adobe Reader, welchen es auf jedem auch nur einigermassen zeitgemässen Computer installiert hat, im Vollbildmodus (PDF öffnen und Apfel+L resp. ctrl+L) abgespielt werden. Einfach aus Indesign, Word oder so ein mehrseitiges PDF generieren(optimalerweise in 1024 x 768px). PDF im Vollbildmodus öffnen und dann einfach mit den Pfeiltasten von Folie zu Folie schalten.
Vorteile:
Schriften sind im PDF eingebettet
Problem der Plattformabhängigkeit wird umgangen
Unnötige Fancy Übergänge sind nicht möglich
Verschiedenste unschöne Standardeffekte (Schlagschätten, Glänze, etc) können umgangen werden oder selber schöner gestaltet werden
Zugegeben beim Erstellen der Präsi muss man sich etwas mehr ins Zeug legen, aber es lohnt sich! Ich hab euch hier mal meine Präsentation von heute Nachmittag hochgeladen:
Speichern und im Vollbildmodus anschauen!
Seit dieser Woche sorgt 20min.ch mit einem Redesign für frischen Wind in den eigenen Reihen. Das Newsportal kommt übersichtlicher und zeitgemässer daher. Ein gelungener Relaunch! Ich habe das neue Layout kritisch unter die Lupe genommen und zeige auch gerade wo ich noch Verbesserungspotential sehe. Ich habe das Schwergewicht meiner Analyse auf folgende Punkte gelegt:
Layout
Navigation
Typografie
Das gelungene Redesign des Newsportals...
Layout
Das neue Design wirkt übersichtlich und aufgeräumt. Sofort fällt auf dass das neue Layout stark die Printausgabe von 20Minuten imitiert: Das neue Spaltenkonzept, die gestrichelten horizontalen Trennlinien und vor allem die erstmals eingesetzte Serifenschrift «Georgia» sorgen für einen Boulevardpresse-Look ohne die Anforderung an gutes Webdesign zu vernachlässigen.
Meine Kritikpunkte:
Dadurch dass die beiden Seitenspalten nur durch optische Trennlinien von der Hauptspalte getrennt werden, fällt der Sidebareffekt fast gänzlich weg, was sich negativ auf die Übersichtlichkeit auswirkt. Mein Tipp: Klare Trennung von Haupt- und Seitenspalten durch einen abgeschwächte Hintergrundfarbe der Seitenspalten
Die Werbebanner welche über beide Seitenspalten laufen verwirren das Auge. – Ein- oder Zweispaltig? Mein Tipp: Banner nur über eine Spalte laufen lassen
Die Zugehörigkeit der verwandten Artikel eines Beitrags ist nicht klar: Die vertikal Abtrennung durch die gestrichelte Linie lässt den Betrachter meinen, die verwandten Artikel würden zum nächst unteren Artikel gehören. Mein Tipp: Klare Abtrennung der Artikel durch horizontale Balken, wie es auch bei der Printausgabe der Fall ist. Diese Trennlinien können farblich sogar dem Farbkonzept der Navigation angepasst werden.
Navigation
Das neue Design punktet bei mir vor allem durch die komplett umgestaltete Navigation, welche neuerdings horizontal angeordnet ist. Sogar die Unternavigationspunkte trifft man nun auch in horizontaler Ausrichtung an. Sie werden geschickt mitttels bestehendem Farbkonzept mit dem jeweiligen übergeordneten Navigationspunkt verbunden.
Passend zum heutigen Social-Media-Zeitalter ist Twitter, Facebook und Co. prominent in der Navigation anzutreffen.
Auch die Lokalnachrichtenfunktion gefällt mir gut: Einfach Wohnort eingeben und sich Nachrichten aus der Region anzeigen lassen. – Leider funktioniert diese Funktion (noch) nicht immer wunschgemäss.
Die kursive Navigationspunkte sind übrigens auf ein Schriftenproblem meines Macs zurückzuführen (sollten nur fett und nicht fett/kursiv sein)…;-)
Mal abgesehen davon, dass die Lokalnachrichtenfunktion nicht wirklich funktioniert, kann ich hier nur Kritik auf sehr hohem Niveau anbringen: Die Gesamterscheinung der Navigation wirkt uns auf unseren Mac-Displays etwas zu glossy, aber da diese sicherlich für Standard-Displays ausgerichtet wurde, halte ich lieber den Mund.
Typografie
Die neuerdings verwendete Serifenschrift für den Lauftext fällt sofort auf und trägt einen grossen Teil zum neuen Print-Look bei. Die Serifen haben grundsätzlich den Zweck das Auge beim Lesen zu führen und somit dem Leser das Lesen zu vereinfachen. Ich bin aber der Ansicht, dass sich in diesem Falle die Serifen eher als schwerfällig als hilfreich herausstellen. Als positiv empfinde ich, dass die Lauftexte nicht mehr ganz schwarz sind sondern dunkelgrau – der schwächere Kontrast wirkt sich angenehm auf das Lesefeeling aus, könnte aber einen Tick dunkler sein.
Interessant ist der Umgang mit den Headlines: Da es sich bei der gewählten Schrift nicht um eine Systemschrift handelt, wird die Schrift als Bild-Datei dargestellt. Dies hat den Nachteil das durch das Rendern die Schrift nicht gestochen scharf ist. Im Gegensatz zu blick.ch, wo das selbe Problem mittels Flash gelöst wird, ist die Bildvariante von 20min.ch aber iPad-tauglich…
Die Headlines sind mir zu schwerfällig: Die verwendete Schriftart «Aachen» ist onehin schon ziemlich klobig. Wohl aus Platzgründen wurde sogar noch die Laufweite der Schrift zusammengestaucht, was die Headline definitiv zu «bulky» wirken lässt. – Mein Tipp: Warum für die Headlines nicht eine groteske Schrift wie in der Printausgabe verwenden? – Dies wäre aus meiner Sicht ästhetisch ein Gewinn und das technische Problem wäre somit auch gleich gelöst.
...und hier das leicht optimierte Design meinerseits!
Gestern Abend im Typokurs fragte ich mich wie man wohl den Satzspiegel im goldenen Schnitt konstruieren könnte… Dann kam mir in den Sinn dass ich vor langer Zeit mal ein Mini-Video-Tutorial darüber gemacht und auf youtube geknallt habe…Gäbig,gäbig!
Heute erhielt ich einmal mehr einen coolen Link von meinem Typokurslehrer: www.typorganism.com/asciiomatic/ ! Hier kannst du von beliebigen Bildern HTML-Code erzeugen lassen, welcher dann das Bild quasi in «Code-Ansicht» wiedergibt! cool,nicht?
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